Tanja Ertl, M.A.

Büro:
Universität Siegen
Campus Unteres Schloss
Wirtschaftsinformatik und Neue Medien
BMBF-Arbeitsgruppe KONTIKAT
Kohlbettstr. 15
US-G 003
57072 Siegen

Telefon: +49 (0)271 / 740 4129

E-Mail:  tanja.ertl(at)uni-siegen.de

Sprechstunde: Nach Vereinbarung

 

Vita

Tanja Ertl absolvierte ihren Bachelor in Soziologie an der Technischen Universität Berlin mit den Wahlschwerpunkten Kommunikation und Medien sowie Psychologie (2015). Ihren Masterabschluss erlangte sie in Medien und Gesellschaft mit den Schwerpunkten Sozialwissenschaften und Sozio-Informatik an der Universität Siegen (2018).

Neben ihrem Bachelor konnte sie vertiefende Grundlagen in der Psychologie erwerben und absolvierte verschiedene Praktika in den Bereichen der Psychosozialen Beratung und Therapie, Bildung und Betreuung sowie den Public Relations.

Während ihres Masterstudiums forschte sie aktiv als Wissenschaftliche Hilfskraft im Bereich der Qualitativen Sozialforschung in den Feldern eEducation (come_In), eHealth (My-AHA) und Mensch-Tier-Konflikt (LionAlert) am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Neue Medien (Prof. Dr. Volker Wulf). Ethnographische Feldforschungsaufenthalte konnte sie während ihres Masters im Atlasgebirge/Marokko (come_In), sowie Okavango Delta/Botswana (LionAlert) wahrnehmen.

2017 übernahm sie die Rolle der Fachstudienberaterin (Acadamic Advisor) für die Studiengänge der Wirtschaftsinformatik und Human Computer Interaction, in welcher ihre Tätigkeitsschwerpunkte die Bereiche Studierendenberatung sowie Lehrorganisation und –koordination betreffen.

Seit 2018 ist Tanja Ertl als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Neue Medien tätig. Hier unterstützt sie das Projekt KONTIKAT. Ihre Promotion umfasst die Bereiche Psychische Gesundheitsprävention und Resilienzförderung in Bezug auf vulnerable Zielgruppen mittels Psychosozialer IKT.

 

Promotionsarbeit.

Meine Dissertation beschäftigt sich mit der Entwicklung eines relativ neuen Forschungsfeldes der Sozio-Informatik, in dem die Etablierung eines neuen Konzepts verfolgt wird: der psychosozialen Informations- und Kommunikationstechnologie (Psychosoziale IKT). Das Forschungsthema ‚Resilienzförderung vulnerabler Zielgruppen durch psychosoziale IKT-Entwicklung‘ dient der Entwicklung solcher Technologien auf der Grundlage des Grounded Design (GD)-Ansatzes, d.h. der partizipativen Beteiligung der Endnutzer dieser Technologien (Participatory Design, PD) am Gestaltungsprozess, mit dem die Resilienz, d.h. die Fähigkeit, Bewältigungsstrategien abzurufen und angemessen anzuwenden, gefestigt und gestärkt werden soll, sowie bei deren Fehlen auch die Entwicklung dieser zur Gewährleistung von Kontinuität im Alltag. Im Mittelpunkt steht dabei die Zielgruppe der Flüchtlinge, die in der Regel mit negativen Erfahrungen und mentalen Herausforderungen zu kämpfen hat, oft sind sogar Traumata vorhanden. Eine weitere Zielgruppe sind Häftlinge, um das zivilgesellschaftliche Spektrum zu erweitern. Das Hauptziel meiner Doktorarbeit ist es, therapeutische Methoden zu digitalisieren und für diejenigen Bürger unserer Gesellschaft zugänglich zu machen, die sie dringend benötigen, um Gesundheit und Resilienz zu fördern, zu erhalten und Unterstützung im Rahmen des Integrations- bzw. Resozialisierungsprozesses zu bieten.